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Mutter- und Vaterschaftsentschädigung (MSE/VSE)

Entschädigungsleistungen für Mütter und Väter nach Geburt des Kindes

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Grundsätzliches

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Anspruch

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Höhe & Dauer

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Geltendmachung

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Kantonale Mutterschafts­versicherungen (MUV)

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Weitere Infos

Grundsätzliches

Die Mutter- bzw. Vaterschaftsentschädigung bietet einen angemessenen Ersatz für den Erwerbsausfall während des Mutterschaftsurlaubes bzw. bei Bezug des Vaterschaftsurlaubes. Die Kantone Genf und Freiburg bieten eine erweiterte Mutterschaftsversicherung (MUV) an.

Die MSE und VSE werden über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert.

Anspruch

Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung (MSE) bzw. Vaterschaftsentschädigung (VSE) haben grundsätzlich Mütter und Väter,

  • die in den letzten 9 Monaten unmittelbar vor der Geburt obligatorisch versichert waren, und
  • während dieser Zeit mindestens 5 Monate lang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben, und
  • im Zeitpunkt der Geburt des Kindes als Arbeitnehmende oder Selbständigerwerbende galten.

Die detaillierten Voraussetzungen für die MSE bzw. VSE entnehmen Sie bitte weiter unten dem Merkblatt 6.02 «Mutterschaftsentschädigung» bzw. dem Merkblatt 6.04 «Vaterschaftsentschädigung».

Hinweis: Die Kantonen Genf und Freiburg bieten zudem eine kantonale Mutterschaftsversicherung (MUV) an. Weitere Informationen finden Sie hier.

Höhe & Dauer

Die Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsentschädigung beträgt grundsätzlich 80% des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens, welches die Mutter bzw. der Vater unmittelbar vor der Geburt erzielt hat. Bei der Berechnung wird grundsätzlich unterschieden zwischen regelmässigen und unregelmässigen Einkommen. Im Grundsatz wird die Berechnung der Entschädigung

  • bei einem regelmässigen Einkommen auf den letzten Monatslohn vor der Geburt abgestellt;
  • bei einem unregelmässigen auf den durchschnittlichen Monatslohn der letzten 12 Monate vor Geburt abgestellt. Die Höhe der Entschädigung ist jedoch gegen oben begrenzt. Mehr Informationen über die Höhe und Berechnung der Entschädigung erhalten Sie weiter unten im Merkblatt 6.02 «Mutterschaftsentschädigung» bzw. dem Merkblatt 6.04 «Vaterschaftsentschädigung».

Der Anspruch auf MSE beginnt am Tag der Geburt und endet spätestens nach 14 Wochen bzw. 98 Tagen. Der Anspruch auf VSE beginnt am Tag der Geburt und endet nach dem Bezug von 14 Taggeldern (am Stück oder tageweise), spätestens jedoch nach Ablauf der Rahmenfrist von sechs Monaten.

Hinweis: Das Wochenende wird bei der Mutterschafts- wie auch bei der Vaterschaftsentschädigung mitentschädigt. Der Vater hat somit insgesamt 10 arbeitsfreie Tage zugute.

Weitere Informationen über die Höhe und Dauer der MSE bzw. VSE finden Sie in den Merkblättern

Formulare zum Thema Höhe & Dauer

Sammlung sämtlicher Formulare der AHV/IV-Stelle

Geltendmachung

Der Link auf das Anmeldeformular sowie auf allfällig benötigte Ergänzungen für den Bezug der Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsentschädigung können weiter unten entnommen werden. Das Anmeldeformular muss grundsätzlich bei den folgenden Stellen eingereicht werden:

Arbeitnehmende

Die Anmeldung erfolgt über die Arbeitgeberin. Die Antragstellenden füllen das Anmeldungsformular aus und senden es an ihre Arbeitgeberin. Diese stellt die Anmeldung fertig und leitet sie an die zuständige Ausgleichkasse weiter. Sind die Antragstellenden zum Zeitpunkt der Geburt bei mehreren Arbeitgeberinnen tätig, so leiten sie das Anmeldeformular, sowie das zusätzliche Ergänzungsblatt an die Arbeitgeberin ihrer Wahl weiter (meist wird diejenige Arbeitgeberin gewählt, bei der die Anspruchsberechtigten das höchste Einkommen erzielen).

Hinweis: Beziehen Väter ihre Urlaubstage bzw. Taggelder nicht am Stück, so wird die Anmeldung bei jener Kasse eingereicht, bei welcher der Vater die letzte VSE-Entschädigung innert der laufenden Rahmenfrist bezogen hat.

Selbständigerwerbende

Die Anmeldung wird nach dem Ausfüllen des Anmeldeformulars durch die Antragstellenden direkt zu jener Ausgleichkasse gesendet, bei welcher sie ihre AHV/IV/EO-Beiträge abrechnen.

Arbeitslose

Die Anmeldung wird nach dem Ausfüllen des Anmeldeformulars durch die Antragsstellenden direkt jener Ausgleichskasse zugestellt, bei welcher ihre letzte Arbeitgeberin angeschlossen ist.

IV- Taggeldbeziehende

Die Anmeldung wird nach dem Ausfüllen des Anmeldeformulars durch die Antragsstellenden grundsätzlich direkt jener Ausgleichskasse gesendet, welche ihre IV- Taggelder ausgerichtet hat.

Kantonale Mutterschaftsversicherungen (MUV)

Die Kantone Genf und Freiburg bieten eine erweiterte Mutterschaftsentschädigung an. Die Anmeldung für die kantonale Mutterschaftsversicherung (MUV) erfolgt automatisch mit der Anmeldung für die MSE. Weitere Informationen zur MUV finden Sie auf der Webseite der entsprechenden kantonalen Ausgleichskasse, welche weiter unten angegeben ist. Bitte beachten Sie, dass über die AGRAPI nur die kantonale Mutterschaftsentschädigung des Kantons Genf ausbezahlt wird. Die kantonale Mutterschaftsentschädigung des Kantons Freiburg wird über dessen kantonale AHV-Ausgleichskasse ausgerichtet.

Hinweis: Es gibt keine kantonalen Zusatzleistungen bzw. -versicherungen zur Vaterschaftsentschädigung.

Formulare zum Thema Mutterschaftsversicherung

Sammlung sämtlicher Formulare der AHV/IV-Stelle

Weitere Infos

Falls Sie weitere Fragen zur MSE bzw. VSE haben, zum Beispiel was geschieht, wenn die Entschädigung mit anderen Leistungen zusammenfällt oder wem die Entschädigung ausgerichtet wird, konsultieren Sie bitte die Merkblätter.

Bei Unklarheiten sind wir selbstverständlich auch via Kontaktformular oder via Telefon erreichbar.